Axa zahlt außergerichtlich für Wasserschaden in Bordell

Bestimmte Etablissements fallen im Straßenbild eindeutig auf. So auch der „Club“ unserer Mandantschaft. Seit 40 Jahren an prominenter Stelle in Hamburg gelegen, weiß eigentlich jeder, was für ein Art „Barbetrieb“ sich hinter der Fassade mit den roten Lampen verbirgt. Auch dem lokalen Versicherungsvertreter („Agenturist“ im Versicherungsdeutsch) dürfte an dem Gebäude schon das ein oder andere Mal vorbeigekommen sein, bevor unsere Mandantin ihn aufsuchte, um die Gebäudesubstanz und den Inhalt zu versichern. Zuvor waren dem Versicherungsvertreter bereits umfangreiche Unterlagen zum vormaligen Versicherungsschutz übermittelt werden.

Bei dem Antragsgespräch war allen Beteiligten klar, was hier für eine Art von Geschäft versichert werden sollte. Im Gespräch erklärte der Vertreter sogar, dass es gerade kein Problem darstellen würde, hierfür zwei Versicherungen (Gebäude und Inhalt) zu erhalten. Diese Art von Objekten würden regelmäßig völlig wertfrei als „Clubhaus“ von der Axa versichert. Unsere Mandantin unterzeichnete daraufhin die Anträge und erhielt den vereinbarte Versicherungsschutz gegen Zahlung der Prämien.

Dann trat der Versicherungsfall ein. In diesem Zusammenhang passiert dann etwas Bemerkenswertes. Der Versicherer war auf einmal höchst überrascht davon, dass es sich bei dem Clubhaus um ein Bordell handelte („Nein!, Doch! Oh!“). Deswegen wurde der Rücktritt von beiden Verträgen erklärt. Entschädigung sollte natürlich nicht gezahlt werden.

Mit diesen Informationen trat dann unsere Mandantschaft an uns heran. Aufgrund der klaren Sach- und Rechtslage konnten wir die Axa dann in relativ kurzer Zeit zu einem Vergleichsangebot bewegen. Da der Versicherungsvertreter „Auge und Ohr“ des Versicherers ist, gilt seine Kenntnis der Umstände als maßgeblich. Und hier war eindeutig im Rahmen der Antragsstellung vor Zeugen über das „Clubhaus“ und seinen Zweck gesprochen worden. Neben der Vergleichssumme zahlte die Axa übrigens auch die Anwaltskosten. Unsere Mandantin nahm das Angebot gerne an.

 

Az. 2903/20, 2905/20


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