Berufsunfähigkeitsversicherung: Generali Deutschland AG lenkt ein

Wenn man immer nur für andere da ist, bemerkt man es meist erst zu spät, dass man selber Hilfe braucht. So erging es unserer Mandantin, von Beruf Kinderkrankenschwester. Sie betreute und versorgte aufopferungsvoll ihre kleinen Patienten. Leider entwickelte sie eine depressive Störung, die sich immer weiter verschlechterte. Hiermit einhergingen unter anderem ein Überforderungserleben, Angstzustände, Erschöpfung und Konzentrationsschwierigkeiten mit Desorientierung und Vergesslichkeit. Diese Symptome beeinträchtigten selbstverständlich ihre berufliche Leistungsfähigkeit immens, da täglich das Risiko wuchs, bei der Berechnung von Medikamentendosen Fehler zu machen oder etwas Wichtiges zu vergessen.

Unsere Mandantin begab sich daher in psychotherapeutische Behandlung und suchte Hilfe bei ihren Hausärzten, die ihr eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit bescheinigten.

Die Generali Deutschland AG lies dies indes nicht gelten, sie bestand auf einen fachärztlichen Nachweis, obwohl dies NICHT in den Versicherungsbedingungen vorgesehen war. Unsere Rechtsanwältin Frau Sarah Sroczynski stellte sich daraufhin der Ablehnung des Versicherers mit Erfolg entgegen und erläuterte ausführlich gegenüber dem Versicherer, dass lediglich ein medizinischer Nachweis der Berufsunfähigkeit erforderlich ist und besondere fachärztliche Stellungnahmen gerade keine Voraussetzung für den Leistungsfall sind. Ihren Vortrag unterfütterte sie mit einem weiteren REHA-Bericht, woraufhin der Generali Deutschland AG klein beigab und ihre Einstandspflicht anerkannte.

Fazit

Oftmals setzen Versicherer bei der Leistungsprüfung in der Berufsunfähigkeit zu hohe Hürden für den Nachweis des Versicherungsfalls. Klassisches Beispiel hierfür sind die immer wiederkehrenden Forderungen an die Versicherungsnehmer, fachärztliche Nachweise zu erbringen. Dies ist in aller Regel vertraglich nicht vereinbart. Es hilft daher, frühzeitig anwaltliche Beratung hinzuzuziehen. Dennoch ist es selbstverständlich sinnvoll, sich frühzeitig auch von Fachärzten untersuchen und behandeln zu lassen, um die Krankheit bestmöglich zu dokumentieren und die hieraus gewonnenen Informationen dem Versicherer (überobligatorisch) zum Nachweis zur Verfügung zu stellen. 


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