Berufsunfähigkeitsversicherung und COVID-19 (Corona)

Wer an COVID-19 erkrankt, kann noch Monate nach der Erkrankung an Spätfolgen der Viruserkrankung leiden. Etwa jeder zweite Infizierte soll dabei ein sogenanntes Long-Covid-Syndrom entwickeln. Symptome sollen dabei unter anderem sein:

  • chronische Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • starke Erschöpfung
  • Gedächtnisverlust
  • Gelenk- und Brustschmerzen
  • Belastungsluftnot
  • Husten
  • Gulain-Barré-Syndrom (Lähmungen an Händen und Füßen)

sowie oft auch andere neurologische Störungen, als Folge der nachhaltigen Zerstörung der Lunge. Sicherlich werden zukünftig noch viele weitere Symptome und Folgeerkrankungen auftreten und erforscht werden müssen.

Eine Folge soll auch das Fatigue-Syndrom sein. Ausführliches dazu findet man auch im Tagesspiegel.

Es ist weiter anzunehmen, dass bei solch schicksalhaften Verläufen auch mit entsprechenden Auswirkungen auf die psychische Gesundheit zu rechnen ist. In der Folge kann es zu Depressionen oder sogar Psychosen kommen. Bei Menschen, die vorher schon an gesundheitlichen Problemen litten, verstärken sich die vorhandenen Symptome.

Eine Folge davon kann sein, dass die berufliche Leistungsfähigkeit stark abnimmt. Viele Versicherungsnehmer fragen sich deshalb, ob sie mit ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung auch gegen COVID-19 und dessen Folgen versichert sind.

Hier ist zunächst festzustellen, dass die am Markt üblicherweise anzutreffenden Berufsunfähigkeits­versicherungen nicht auf bestimmte Krankheiten abstellen. Es kommt für den Versicherungsfall also nicht darauf an, ob der Versicherungsnehmer an einer bestimmten Krankheit erkrankt ist.

Berufsunfähigkeitsversicherungen stellen weiter überwiegend darauf ab, dass infolge (irgendeiner) Krankheit der zuletzt in gesunden Tagen ausgeübte Beruf für eine bestimmte Zeit nicht mehr ausgeübt werden kann. Dabei wird häufig auf einen Zeitraum von sechs Monaten abgestellt. Die Leistungsfähigkeit darf in dieser Zeit in der Regel nur noch 50 % oder weniger betragen.

War die berufliche Leistungsfähigkeit bereits einen bestimmten Zeitraum lang eingeschränkt, kann dies ebenfalls schon einen Versicherungsfall auslösen.

Es kommt also nicht darauf an, ob eine COVID-19 Erkrankung vorgelegen hat, sondern darauf, ob die Folgen dieser Erkrankung zu einer entsprechenden Einschränkung der beruflichen Leistungsfähigkeit führen. Dann kann dies dazu führen, dass der Anspruch auf die versicherte Rentenleistung besteht.

Falls Sie sich unsicher sind, ob Sie Anspruch auf Leistung aus Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung wegen einer COVID-19 Erkrankung oder aber auch jeder anderen Erkrankung haben, möchten wir Sie einladen unsere kostenfreie fachanwaltliche Erstberatung in Anspruch zu nehmen. Wir beraten Sie gerne objektiv, seriös und mit unserer langjährigen Erfahrung im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherungen.