LG Lüneburg – neue leben muss zahlen! Berufsunfähigkeitsrente erfolgreich durchgesetzt.

Erneut können wir aus dem Bereich des Berufsunfähigkeitsrechts über eine positive Entscheidung für eine unsere Mandantin berichten. Sie hatte selbst beruflich mit Versicherungen zu tun, hatte sogar früher selbst Berufsunfähigkeitsversicherungen verkauft. Jetzt, da sie selbst von schwerer Krankheit betroffen war, stellte sie fest, was wir so oft erleben. Zwischen dem Verkauf einer Versicherung und der Leistung aus der Versicherung liegen manchmal Welten. Doch versprochen blieb letztendlich versprochen und so wurde es auch von uns durchgesetzt.

Der Fall

Unsere Mandantin arbeitete im Vertriebsmanagement einer Sparkasse. Dort war der Alltag häufig stressig und der Umgang mit den Kollegen nicht immer leicht. Bereits seit einigen Jahren litt unsere Mandantin unter verschiedenen psychischen Erkrankungen. Nach der Geburt des zweiten Kindes nahmen die gesundheitlichen Beschwerden dann überhand. Beruflich und privat „ging nichts mehr“.

Unsere Mandantin stellte dann einen Antrag bei ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung der neue leben Lebensversicherung aus der eigenen Berufsunfähigkeitsversicherung (Werbeslogan: „Das Leben verläuft nicht immer nach Plan“). Die Versicherung holte dann ein Gutachten ein. Ergebnis: 30% Berufsunfähigkeit von notwendigen 50%. Antrag abgelehnt. Eigentlich keine Überraschung. Leider.

Nachdem wir beauftragt wurden, forderten wir wegen der Mängel des Gutachtens den Versicherer zunächst außergerichtlich zur Leistung auf. Auch hier kein Einsehen. Dann ging sofort, wie angekündigt, die Klage raus.

Bestreiten, leugnen und dementieren war dann die hinlänglich bekannte Taktik des Versicherers im Prozess. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Ein neues Gutachten durch das Gericht bestätigte der Vorhersehbare: Unsere Mandantin war und ist berufsunfähig! Der Gutachter ließ keine Zweifel. Und keine Zweifel blieben auch an der Einschätzung des Gutachters zur Qualität des Gutachtens des Versicherers. Seine Einschätzung: mangelhaft. Denn es gab eine lange Krankengeschichte. Seit über 10 Jahren war unsere Mandantin in verschiedenen Behandlungen bei verschiedenen Ärzten. Stationäre Behandlungen, Reha, Kuren. All das hatte den Versicherergutachter nicht interessiert, frei nach dem Motto: „Wes Brot ich ess…“.

Die Entscheidung zeigt erneut, wie einseitig und wählerisch die von den Versicherern beauftragten Gutachter bei der Auswahl von Informationen aus der Krankengeschichte vorgehen.

Diese Sache zeigt auch, dass viele Versicherungsnehmer ein vermeidbares Fehlverständnis von der Berufsunfähigkeitsversicherung haben. Selbst, wenn sie vorher selbst Berufsunfähigkeitsversicherung verkauft haben. Häufig erfolgt der Leistungsantrag erst, wenn im Job gar nichts mehr geht. Dabei ist dies bei den meisten Versicherungen gar nicht nötig. Viele Versicherungsbedingungen sehen hier andere Voraussetzungen vor. Lassen Sie sich zu den Details unbedingt rechtzeitig umfassend beraten. So können Sie für sich selbst schon von Anfang an die Weichen richtig stellen.

Sie haben Probleme mit Ihrer Versicherung?

Wir beraten Sie gerne interessengerecht und fachkundig auf jeder Stufe bei der Durchsetzung Ihrer Leistungsansprüche. Ob im Rahmen des Leistungsantrags, der Leistungsprüfung, außergerichtlich oder gerichtlich stehen wir Ihnen jederzeit mit unserer langjährigen Erfahrung erfolgreich zur Seite. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

 

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